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Gewässerkunde

Mündung

Wo ein Fluss endet: in einem anderen Fluss, einem See oder im Meer. Mündungsformen und was die Mündungshöhe bedeutet.

Stahlstich einer Trichtermündung ins Meer
Eine Trichtermündung, wie sie an der Nordseeküste vorkommt: Der Fluss weitet sich zum Meer hin, Priele und Sandbänke durchziehen das Watt. Die Gezeiten schieben zweimal täglich Salzwasser flussaufwärts, deshalb ist die Grenze zwischen Fluss und Meer hier keine Linie, sondern ein Übergangsbereich. Mit KI erzeugte Illustration im Stil eines Stahlstichs des 19. Jahrhunderts, kein Foto und keine Abbildung eines bestimmten Ortes.

Drei Arten zu enden

Die meisten Flüsse münden in einen größeren Fluss. Nur wenige erreichen selbst das Meer: In Deutschland sind das im Wesentlichen Rhein, Elbe, Weser, Ems und Oder an der Nordsee beziehungsweise Ostsee, dazu einige kürzere Küstenflüsse.

Die dritte Form ist die Mündung in einen See. Manche Gewässer versickern auch, ohne je ein anderes zu erreichen, oder verschwinden im Karst. Die Donau tut Letzteres auf einem Abschnitt bei Immendingen, wo ein Teil ihres Wassers im Untergrund verschwindet und im Bodenseezufluss Aach wieder austritt.

Mündungshöhe und Meereshöhe

Die Mündungshöhe gibt an, auf welcher Höhe über Normalnull der Fluss endet. Bei Mündungen ins Meer steht dort null. In der Marsch kommen sogar negative Werte vor: Entwässerungsgräben liegen dort teilweise unter dem Meeresspiegel, das Wasser wird durch Siele und Schöpfwerke hinausbefördert.

Stahlstich einer Nebenflussmündung im Hauptstrom
Der häufigste Fall: Ein kleinerer Fluss mündet in einen größeren. Erkennbar ist die Stelle an der Sandbank im Mündungswinkel und daran, dass das eingetragene Wasser sich erst nach einiger Strecke mit dem Hauptstrom vermischt. Von den rund 5.200 Gewässern dieses Lexikons enden nur eine Handvoll direkt im Meer. Mit KI erzeugte Illustration im Stil eines Stahlstichs des 19. Jahrhunderts, kein Foto und keine Abbildung eines bestimmten Ortes.

Verwandte Begriffe

Dieser Text ist redaktionell geschrieben. Die Ranglisten darin stammen aus den Gewässerdaten dieses Lexikons und werden bei jedem Build neu berechnet, siehe Daten und Quellen.