nffg.de Flusslexikon Deutschland

Transparenz

Daten und Quellen

Ein Nachschlagewerk ist nur so gut wie die Auskunft darüber, woher es sein Wissen hat. Diese Seite legt offen, welche Quellen ausgewertet werden, was daraus gerechnet ist und wo die Grenzen liegen.

Die beiden Quellen

Alle Gewässerangaben stammen aus zwei offenen Beständen:

Die deutschsprachige Wikipedia. Genauer: die Vorlage „Infobox Fluss" in den Artikeln. Sie trägt Gewässerkennzahl, Länge, Einzugsgebiet, Quelle und Mündung mit Höhenangabe und Koordinate, den Abflussweg bis zum Meer sowie die Pegelwerte. Diese Infobox ist in der deutschen Wikipedia gepflegt und mit amtlichen Nachweisen belegt, meist mit den Gewässerverzeichnissen der Bundesländer. Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Auf jeder Flussseite ist der zugrunde liegende Artikel verlinkt.

Wikidata. Liefert die Struktur: welche Objekte überhaupt Flüsse in Deutschland sind, und als Kreuzprobe noch einmal Länge und Einzugsgebiet. Wikidata steht unter CC0.

Welche Gewässer aufgenommen sind

Verzeichnet ist jedes Fließgewässer, das in Wikidata als Fluss in Deutschland geführt wird und einen eigenen Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia hat. Der eigene Artikel ist die Relevanzhürde: Wo niemand etwas geschrieben hat, gibt es auch nichts nachzuschlagen. Das ergibt aktuell 5.717 Einträge, vom 1.233 Kilometer langen Rhein bis zum Bach von wenigen hundert Metern.

Was gerechnet und nicht abgeschrieben ist

Einige Angaben stehen in keiner Quelle, sondern entstehen hier:

  • Höhenunterschied aus Quell- und Mündungshöhe, wo die Infobox ihn nicht selbst nennt.
  • Sohlgefälle in Metern je Kilometer, aus Höhenunterschied und Länge. Daraus die Einordnung von „sehr flach" bis „steiles Gebirgsgewässer".
  • Luftlinie und Richtung zwischen Quelle und Mündung, aus beiden Koordinaten nach der Haversine-Formel. Das Verhältnis von Lauflänge zu Luftlinie zeigt, wie stark ein Fluss mäandert.
  • Die Zuflüsse. Nur etwa jede fünfte Infobox führt Nebenflüsse auf, aber fast jede nennt ihren eigenen Abflussweg. Wer als erste Station die Enz nennt, ist ein Zufluss der Enz. Aus dieser Umkehrung entsteht die Zuflussliste jeder Seite.
  • Die Flusssysteme aus dem letzten Glied des Abflusswegs vor dem Meer.

Wo die Grenzen liegen

Abweichende Zahlen werden gekennzeichnet. Wo Wikipedia und Wikidata unterschiedliche Werte für Länge oder Einzugsgebiet nennen und die Abweichung mehr als 15 Prozent beträgt, steht im Steckbrief ein Sternchen am Wert. Vorrang hat dann die Wikipedia-Angabe, weil sie in der Regel den amtlichen Nachweis mitführt. Flusslängen sind ohnehin keine exakten Größen: je nach Messverfahren und Definition des Oberlaufs kommen verschiedene Verzeichnisse zu verschiedenen Ergebnissen.

Die Lagekarte ist eine Skizze. Sie zeigt Quelle und Mündung als Punkte und verbindet sie mit einer gestrichelten Linie. Das ist ausdrücklich nicht der Flusslauf. Echte Gewässergeometrien liegen in OpenStreetMap, deren Lizenz eine Weitergabe unter gleichen Bedingungen verlangt; darauf verzichtet dieses Projekt bewusst.

Pegelwerte sind Geschichte, keine Warnung. Mittlerer Abfluss, mittleres Niedrigwasser und der höchste je gemessene Wert sind langjährige Kennzahlen aus den Gewässerkundlichen Jahrbüchern. Sie sagen nichts über die Lage von heute. Aktuelle Wasserstände und Hochwasserwarnungen führen ausschließlich die Landeshochwasserzentralen und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.

Dünne Einträge sind als solche markiert. Wo die Quellen wenig hergeben, trägt die Seite einen Hinweis und wird von Suchmaschinen nicht indexiert. Sie bleibt erreichbar, weil sie ein gültiges Nachschlageziel ist, gibt aber nicht vor, ein vollständiger Steckbrief zu sein.

Es wird nichts formuliert, was die Daten nicht decken. Kein Satz auf einer Flussseite ist frei geschrieben. Fehlt eine Zahl, entfällt der zugehörige Satz. Es wird nichts geschätzt, nichts gerundet dargestellt, als wäre es gemessen, und es wird kein Text von einem Sprachmodell erzeugt.

Eine Ausnahme: die Erklärseiten

Für die Seiten unter Gewässerkunde gilt das Gesagte nicht, und das soll auch offen dastehen. Dort wird erklärt, was Sohlgefälle, Einzugsgebiet oder Gewässerkennzahl bedeuten, und diese Erklärungen sind redaktionell geschrieben, nicht aus Daten erzeugt. Sie geben allgemeines Fachwissen wieder.

Was auf diesen Seiten dagegen aus den Daten kommt, sind die Ranglisten: die steilsten Gewässer, die größten Einzugsgebiete, die längsten Umwege. Sie werden bei jedem Build neu über den gesamten Bestand gerechnet. Am Fuß jeder Erklärseite steht dieser Unterschied noch einmal.

Datenstand

Die Daten wurden zuletzt am 24. August 2026abgerufen und aufbereitet. Wikipedia und Wikidata ändern sich laufend; zwischen zwei Aktualisierungen kann ein Wert dort bereits korrigiert worden sein.

Fehler gefunden?

Wenn eine Angabe falsch ist, liegt das meist an der Quelle, nicht an der Aufbereitung. Der wirksamste Weg ist dann, die Zahl direkt im Wikipedia-Artikel zu korrigieren, am besten mit Nachweis. Beim nächsten Abruf steht sie auch hier richtig, und alle anderen haben ebenfalls etwas davon. Geht es um einen Fehler in der Darstellung oder Berechnung, schreiben Sie mir gern an daniel@weihmann.de.