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Gewässerkunde

Aue und Hochwasser

Die Überschwemmungsfläche eines Flusses: warum Auen zum Gewässer gehören und was ihr Verlust bewirkt hat.

Stahlstich eines überfluteten Auwalds
Ein Auwald bei Hochwasser: Die Bäume stehen im Wasser, Treibgut hängt in den Ästen. Auwälder sind an solche Überflutungen angepasst, ihre Bäume vertragen wochenlang nasse Wurzeln. Wo der Fluss eingedeicht wurde, sind diese Wälder größtenteils verschwunden. Mit KI erzeugte Illustration im Stil eines Stahlstichs des 19. Jahrhunderts, kein Foto und keine Abbildung eines bestimmten Ortes.

Die Aue gehört zum Fluss

Als Aue bezeichnet man den Bereich neben dem Flussbett, der bei Hochwasser überflutet wird. Sie ist kein Randgebiet, sondern Teil des Gewässers: Hier findet ein Großteil des Stoffumsatzes statt, hier laichen Fische, hier wird Hochwasser zwischengespeichert.

Ein Fluss mit intakter Aue verhält sich bei Hochwasser grundlegend anders als ein eingedeichter. Die Fläche nimmt Wasser auf und gibt es verzögert wieder ab, die Welle wird flacher und läuft langsamer.

Was der Ausbau verändert hat

Im 19. und 20. Jahrhundert wurden die meisten größeren deutschen Flüsse begradigt und eingedeicht, um Land zu gewinnen und die Schifffahrt zu sichern. Am Oberrhein gingen dabei rund vier Fünftel der Überschwemmungsfläche verloren; der Fluss wurde dort um etwa 80 Kilometer verkürzt.

Die Folge ist bekannt: Hochwasserwellen laufen schneller und treffen weiter flussabwärts stärker auf. Seit einigen Jahrzehnten wird deshalb zurückgebaut, etwa durch Deichrückverlegungen und Polder.

Verwandte Begriffe

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