Gewässerkunde
Quelle
Der Ursprung eines Flusses. Warum die Quelle selten ein einzelner Punkt ist und was die Quellhöhe über den Fluss verrät.

Was die Quelle ist
Als Quelle gilt die Stelle, an der Grundwasser an die Oberfläche tritt und von dort dauerhaft abfließt. Im Steckbrief steht sie mit Ortsangabe, Höhe über Normalnull und Koordinate.
Der Eindruck, jeder Fluss habe genau einen Ursprung, täuscht. Viele Flüsse entstehen aus mehreren Quellbächen, die sich vereinigen. Welcher davon als „die" Quelle gilt, ist eine Festlegung, meist zugunsten des längsten oder wasserreichsten Zuflusses. Deshalb tragen manche Steckbriefe statt „Quelle" die Bezeichnung „Ursprung" oder nennen einen Zusammenfluss.
Was die Quellhöhe verrät
Die Quellhöhe ist zusammen mit der Mündungshöhe die Grundlage für den Höhenunterschied und damit für das Sohlgefälle. Ein Fluss, der auf 1.000 Metern entspringt und nach 50 Kilometern das Tiefland erreicht, ist ein anderes Gewässer als einer, der von Anfang an durch die Marsch zieht: schneller, kälter, mit gröberem Geschiebe im Bett.
Beispiele aus dem Lexikon
| Gewässer | m ü. NN | Länge | Bundesland |
|---|---|---|---|
| Inn | 2.564 | 517 km | Bayern |
| Rhein | 2.345 | 1.233 km | Baden-Württemberg |
| Salzach | 2.300 | 225 km | Bayern |
| Trettach | 2.300 | 15,6 km | Bayern |
| Saalach | 1.998 | 105 km | Bayern |
| Stillach | 1.900 | 25,1 km | Bayern |
| Neidernach | 1.860 | 12,8 km | Bayern |
| Lech | 1.840 | 256 km | Bayern |
Fast alle liegen in den Alpen oder im Alpenvorland. Angegeben ist die Höhe der Quelle, nicht die des Gipfels darüber.
Verwandte Begriffe
Dieser Text ist redaktionell geschrieben. Die Ranglisten darin stammen aus den Gewässerdaten dieses Lexikons und werden bei jedem Build neu berechnet, siehe Daten und Quellen.