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Gewässerkunde

Zusammenfluss

Wenn zwei Flüsse sich vereinigen: Wer gibt den Namen weiter, und warum ist das keine hydrologische Frage.

Stahlstich des Zusammenflusses zweier Flüsse
Zwei Flüsse treffen in spitzem Winkel aufeinander und laufen als ein Strom weiter. Die keilförmige Landzunge zwischen ihnen trägt oft einen eigenen Namen. Welcher der beiden Namen flussabwärts weitergilt, folgt selten der Wasserführung und meist der Gewohnheit. Mit KI erzeugte Illustration im Stil eines Stahlstichs des 19. Jahrhunderts, kein Foto und keine Abbildung eines bestimmten Ortes.

Wer den Namen behält

Bei einem Zusammenfluss vereinigen sich zwei Gewässer zu einem. Hydrologisch wäre es folgerichtig, dass der wasserreichere oder längere Arm seinen Namen behält. Tatsächlich entscheidet fast immer die historische Gewohnheit.

Die bekanntesten Fälle: Werra und Fulda vereinigen sich bei Hann. Münden zur Weser, obwohl beide Namen verschwinden. Brigach und Breg bilden bei Donaueschingen die Donau. Der Rhein entsteht aus Vorderrhein und Hinterrhein, behält den Namen also im Wortstamm.

Was im Steckbrief steht

Flüsse, die aus einem Zusammenfluss hervorgehen, haben keine Quelle im engeren Sinn. Ihr Steckbrief trägt deshalb statt einer Quellangabe die Entstehung, und der Satz lautet „entsteht durch den Zusammenfluss von".

Verwandte Begriffe

Dieser Text ist redaktionell geschrieben. Die Ranglisten darin stammen aus den Gewässerdaten dieses Lexikons und werden bei jedem Build neu berechnet, siehe Daten und Quellen.