Gewässerkunde
Gewässerkennzahl
Die amtliche Nummer eines Gewässers und wie sich aus ihr die Lage im Flusssystem ablesen lässt.
Eine Nummer mit Struktur
Die Gewässerkennzahl, kurz GKZ, ist die amtliche Kennung eines Fließgewässers. Sie ist keine fortlaufende Nummer, sondern verschlüsselt die Lage im Gewässernetz. In Deutschland folgt sie überwiegend dem System nach Otto Pfafstetter, das mit einer einfachen Regel arbeitet: Je tiefer ein Gewässer im System steht, desto länger seine Nummer.
Die Ziffern werden von der Mündung her vergeben. Die 1 steht für die Donau, die 2 für den Rhein, die 5 für die Elbe, die 6 für die Oder und die 4 für die Weser. Jede weitere Ziffer bezeichnet einen Zufluss innerhalb des übergeordneten Gebiets. Die Wupper trägt die 2736 und liegt damit erkennbar im Rheinsystem.
Wozu sie dient
Für die Wasserwirtschaft ist die GKZ das, was für Gemeinden der Gemeindeschlüssel ist: ein eindeutiger Bezugspunkt, der auch dann funktioniert, wenn mehrere Gewässer gleich heißen. Bei über 460 mehrfach vergebenen Flussnamen allein in diesem Lexikon ist das kein theoretischer Vorteil.
Im Steckbrief steht die Kennzahl mit vorangestelltem Länderkürzel, etwa DE/2736.
Verwandte Begriffe
Dieser Text ist redaktionell geschrieben. Die Ranglisten darin stammen aus den Gewässerdaten dieses Lexikons und werden bei jedem Build neu berechnet, siehe Daten und Quellen.