Gewässerkunde
Einzugsgebiet
Die Fläche, deren Niederschlag ein Fluss sammelt. Wie Wasserscheiden verlaufen und warum das Einzugsgebiet die wichtigste Zahl neben der Länge ist.

Was das Einzugsgebiet ist
Das Einzugsgebiet ist die Fläche, von der ein Fluss sein Wasser bezieht. Jeder Tropfen, der darauf fällt und nicht verdunstet oder versickert, erreicht früher oder später diesen Fluss. Begrenzt wird es von Wasserscheiden: Höhenlinien, an denen sich entscheidet, in welche Richtung das Wasser abläuft.
Für die Größe eines Gewässers sagt das Einzugsgebiet mehr aus als die Länge. Ein kurzer Fluss mit weitem Einzugsgebiet führt mehr Wasser als ein langer mit schmalem.
Verschachtelte Gebiete
Einzugsgebiete liegen ineinander. Das der Nagold ist Teil des Enz-Gebiets, dieses gehört zum Neckar, der wiederum zum Rhein. Deshalb summieren sich die Einzugsgebiete der Zuflüsse nicht einfach, sie sind bereits im größeren enthalten. Die Kette dieser Zugehörigkeit steht auf jeder Flussseite als Abflussweg.
Beispiele aus dem Lexikon
| Gewässer | km² | Länge | Bundesland |
|---|---|---|---|
| Donau | 817.000 | 2.857 km | Baden-Württemberg |
| Rhein | 185.300 | 1.233 km | Baden-Württemberg |
| Elbe | 148.268 | 1.094 km | Brandenburg |
| Oder | 122.512 | 854 km | Brandenburg |
| Weser | 45.792 | 451 km | Bremen |
| Mosel | 28.153 | 544 km | Rheinland-Pfalz |
| Main | 27.292 | 527 km | Baden-Württemberg |
| Inn | 26.130 | 517 km | Bayern |
Genannt ist das gesamte Einzugsgebiet, auch soweit es im Ausland liegt. Beim Rhein entfällt ein erheblicher Teil auf die Schweiz, Frankreich und die Niederlande.
Verwandte Begriffe
Dieser Text ist redaktionell geschrieben. Die Ranglisten darin stammen aus den Gewässerdaten dieses Lexikons und werden bei jedem Build neu berechnet, siehe Daten und Quellen.