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Gewässerkunde

Niedrigwasser

Wenn das Flussbett trockenfällt: wie Niedrigwasser entsteht, was es für Schifffahrt und Gewässer bedeutet.

Stahlstich eines Flussbetts bei Niedrigwasser
Ein breites Flussbett bei Niedrigwasser: Kies- und Sandbänke fallen trocken, nur eine schmale Rinne führt noch Wasser. Die Uferböschung zeigt als deutliche Kante, wie hoch der Fluss normalerweise steht. Solche Lagen traten schon immer auf, in trockenen Sommern häufen sie sich. Mit KI erzeugte Illustration im Stil eines Stahlstichs des 19. Jahrhunderts, kein Foto und keine Abbildung eines bestimmten Ortes.

Wie Niedrigwasser entsteht

Ein Fluss führt am wenigsten Wasser, wenn über längere Zeit wenig Niederschlag fällt und gleichzeitig viel verdunstet. In Deutschland ist das typischerweise im Spätsommer der Fall. In Gebirgsflüssen mit Schnee- oder Gletscheranteil liegt das Minimum dagegen im Winter, wenn der Niederschlag als Schnee liegen bleibt.

Das mittlere Niedrigwasser MNQ im Steckbrief ist der Durchschnitt dieser jährlichen Tiefstwerte. Es beschreibt also nicht den Rekord, sondern die übliche Untergrenze.

Was daran kritisch ist

Sinkt der Wasserstand, steigt die Wassertemperatur schneller und der Sauerstoffgehalt fällt. Für Fische ist nicht die Trockenheit selbst das Problem, sondern diese Kombination. Für die Binnenschifffahrt entscheidet der Pegel darüber, wie tief ein Schiff beladen werden darf; am Rhein hat das unmittelbare wirtschaftliche Folgen.

Verwandte Begriffe

Dieser Text ist redaktionell geschrieben. Die Ranglisten darin stammen aus den Gewässerdaten dieses Lexikons und werden bei jedem Build neu berechnet, siehe Daten und Quellen.