Gewässerkunde
Niedrigwasser
Wenn das Flussbett trockenfällt: wie Niedrigwasser entsteht, was es für Schifffahrt und Gewässer bedeutet.

Wie Niedrigwasser entsteht
Ein Fluss führt am wenigsten Wasser, wenn über längere Zeit wenig Niederschlag fällt und gleichzeitig viel verdunstet. In Deutschland ist das typischerweise im Spätsommer der Fall. In Gebirgsflüssen mit Schnee- oder Gletscheranteil liegt das Minimum dagegen im Winter, wenn der Niederschlag als Schnee liegen bleibt.
Das mittlere Niedrigwasser MNQ im Steckbrief ist der Durchschnitt dieser jährlichen Tiefstwerte. Es beschreibt also nicht den Rekord, sondern die übliche Untergrenze.
Was daran kritisch ist
Sinkt der Wasserstand, steigt die Wassertemperatur schneller und der Sauerstoffgehalt fällt. Für Fische ist nicht die Trockenheit selbst das Problem, sondern diese Kombination. Für die Binnenschifffahrt entscheidet der Pegel darüber, wie tief ein Schiff beladen werden darf; am Rhein hat das unmittelbare wirtschaftliche Folgen.
Verwandte Begriffe
Dieser Text ist redaktionell geschrieben. Die Ranglisten darin stammen aus den Gewässerdaten dieses Lexikons und werden bei jedem Build neu berechnet, siehe Daten und Quellen.